1/21/2012

Reise: Stockholm Syndrome.

Stockholm, Schweden

















"Eine Sache noch bevor wir abfahren: Was im Urlaub passiert, bleibt auch im Urlaub." "Wie meinst'n das?" "Du verliebst Dich nicht in 'ne kurzhaarige Schwedin und ich verspreche Dir, nicht mit 'nem britischen Musiker abzuhauen." "Geht klar."

Call your girlfriend, it's time you had the talk. Give your reasons, say it's not her fault. But you just met somebody new.

Schwedisch ist eine lustige Sprache. "tunnelbana" steht für U-Bahn und mit "kyckling" ist das Hähnchen gemeint. Viele Wörter sind dem Deutschen sehr ähnlich. Auch wenn man sie beim ersten Lesen nicht versteht, spätestens wenn man sie mit ziemlich vielen O-Lauten ausspricht, wird klar was gemeint ist. "god dag", "hållplats" oder "månad" erschließt sich schnell. Ein paar Englischkenntnisse helfen auch weiter. Mit "kniv" bezeichnet man in Schweden zum Beispiel das Messer, doch Vorsicht, wenn es um "slut" geht. Dieses Wort findet man zu bestimmten Zeit häufig in Verbindungg mit "rea". Darüber freuen sich die Shopping-Freaks besonders.

Die schwedischen Mädchen tragen ihre Haare am liebsten lang und unbehandelt. Ganz anders als es uns die Mode-Blogs immer weiß machen wollen. Aber die sind auch nur zur Fashion Week in Stockholm und da fällt es eh schwer etwas Authentisches zu finden, obwohl das Styling ja häufig genau das ausdrücken soll. Von bunten Haaren weit und breit jedenfalls nichts zu sehen. Ich werde häufig angestarrt. Von Kindern und von Erwachsenen.

Schweden sind sehr ruhig und höflich. Überall ist es aufgeräumt und die Art wie sie ihre Häuser bauen und pflegen dürfte dem deutschen Verständnis einer solchen Notwendigkeit ziemlich nahe kommen. In drei Tagen habe ich nur eine Polizeisirene gehört, die Ampeln funktionieren auf Knopfdruck und schicken einen dann zum Maschinengewehr-Stakkato-Sound über die Straße. Zebrastreifen sind heilig. Man sollte sie einfach betreten.

All das sehen wir, wenn sie tagsüber ein paar Stunden mit uns spazieren gehen. Wir wagen es nicht abzuhauen, weil sie gedroht haben unsere Familien umzubringen. Wenn 15 Uhr die Sonne untergeht ist Schluß. Dann bringen sie uns zurück ins Loch. Dort ist es genauso duster wie draußen. Der Raum hat kein Fenster, aber zwei Betten. Das ist echt nett von den Geiselnehmern. Allerdings weiß ich nicht genau, warum sie gerade uns ausgewählt haben. Und warum die Polizei uns nicht befreit. Gibt es hier kein SEK oder was? Allmählich denke ich, die wollen uns gar nicht helfen. Im Gegenteil: Wir können froh sein, im Loch beschützt zu werden. Wenn uns kalt ist bekommen wir einen Tee. Die Einsatzkräfte schauen nur zu.

And I never was smart with love. I let the bad ones in and the good ones go... 

Auf dem Weg nach Stockholm

Auf dem Weg nach Stockholm

Stockholm, Schweden

Stockholm, Schweden

Stockholm, Schweden

Stockholm, Schweden

Stockholm, Schweden

Stockholm, Schweden

Stockholm, Schweden

Stockholm, Schweden

Stockholm, Schweden

Stockholm, Schweden

Stockholm, Schweden
Stockholm, Schweden

Stockholm, Schweden

Stockholm, Schweden

Stockholm, Schweden

Stockholm, Schweden

Stockholm, Schweden

Stockholm, Schweden

Stockholm, Schweden

Stockholm, Schweden


































Pictures taken in the lovely city of Stockholm, Stadtteil Norrmalm und Södermalm.

4 comments:

  1. Bei einem Fensterplatz im FLugzeug sitzt man immerüber den Flügeln. Wahrscheinlichkeit muss irgendwo bei 81% liegen.

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    1. Ich glaub, das liegt daran, daß die Flugzeuge von Ryanair so klein sind.

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  2. Im Film "Stirb Langsam" ist während eines Fernsehinterviews mit einem Experten fälschlicherweise die Rede vom „Helsinki-Syndrom“, einem psychologischen Phänomen, bei dem Geiseln ein positives emotionales Verhältnis zu ihren Entführern aufbauen.
    Der gleichzeitige Hinweis auf Schweden legt aber nahe, dass der korrekte Begriff den Filmemachern durchaus bekannt war.

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    1. Laut Wikipedia taucht dieser Gag auch in "Akte X" und "Knockin' On Heaven's Door" auf. Alles gesehen, kann mich aber nicht erinnern.

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